Unser kleiner Camper-Van – Teil I

Auch wenn wir uns bewusst dazu entschieden haben, die meiste Zeit zuhause zu verbringen und uns das auch gefällt, kann uns schon auch mal die Decke auf den Kopf fallen: also einfach mal raus und eine Nacht mit toller Aussicht auf einem Berg verbringen. Die Idee, dabei im Auto zu schlafen, ist für uns nicht neu. Wir haben das schon gemacht. In unserem kleinen TOYOTA Aygo. Nein, das ist nicht bequem für 1,85 m Mensch.

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Spontan mal ausbrechen, ohne groß darüber nachdenken zu müssen, impliziert für uns: kein Zelt, das man irgendwo halbverboten aufbauen und nass wieder abbauen muss.

Wir sind recht überraschend an einen Van geraten, der sich von der Länge her zum Schlafen eignet. Und zwar nicht auf irgendwelchen umgeklappten Sitzen, sondern mit einem richtigen Bett. So können wir auch bei einer Hausbesichtigung eine Übernachtung in der Gegend dran hängen.

Wichtige Design-Entscheidungen

  • Der Bereich über dem Bett soll einen angenehmen Aufenthalt im Sitzen ermöglichen: lesen, am Laptop arbeiten, aus dem Fenster gucken... Das bedeutet weniger Stauraum unter dem Bett.
  • Möglichst viel des Stauraums unter dem Bett soll zugänglich sein, ohne die Plattform von oben abräumen zu müssen.
  • Länge der Liegefläche von 2 m ist ein Muss.
  • Vier Beine brauchen weniger Platz als zwei Oberkörper.
  • Zunächst keine irreversiblen Eingriffe in die Fahrzeugausstattung (keine Löcher in Verkleidung etc., kein Entfernen der Verkleidung).
  • Das ganze soll ohne Werkzeug schnell ein- und ausbaubar sein.

Die Konstruktion

Das Gestell

Um komfortabel sitzen und sich bewegen zu können, brauchen wir eine Höhe von ca. 80 - 90 cm über der Matratze. Danach muss sich die Konstruktion richten, auch wenn das bedeutet, dass im Kofferraumbereich nur etwa 17 cm Platz unter der Plattform bleibt. Unter den Balken sogar nur etwa 11 cm. Bei komfortabler Einstellung von Fahrer- und Beifahrersitz zum Fahren bleibt eine nutzbare Länge von ca. 1,80 m, was zu kurz ist. Also musste die Konstuktion so sein, dass in einem »Schlafmodus« zusätzliche 20 cm verfügbar gemacht werden können.

Das Gestell ist so gestaltet, dass von den Seitentüren aus ein möglichst großer Stauraum zugänglich ist, ohne dass große Querbalken den Zugriff verkleinern. Daher liegen die großen Längsbalken nicht am Rand, sondern sind etwas weiter in Richtung Mitte. Auch von der Heckklappe aus, sollte ein Teil des Stauraumes möglichst effektiv zugänglich sein, daher ist der hinterste Querbalken nicht ganz hinten.

Im Ergebnis haben wir drei kräftige Trägerstücke (5,8 cm x 3,8 cm) quer zur Liegefläche, die ein gleichmäßiges Niveau erzeugen und darüber gesteckt zwei kräftige Längsbalken und zwei zusätzliche schwächere Auflagen rechts und links.

Die Plattform

Zuerst war geplant, jede »Kammer« des Gestells mit einer separaten Platte abzudecken, um so jeden Abschnitt getrennt zugänglich zu machen. Dies wäre erstens sehr teuer geworden und zweitens hätte ich in die teuren Platten auch noch Lüftungslöcher schneiden müssen. Also sind wir zu den alt bewährten Dachlatten zurück gekehrt und haben den Großteil mit einem aufrollbaren Lattenrost versehen. An den Seitentüren ist jeweils ein stabilerer Einsatz, der es erlaubt, dort an der Kante zu sitzen. Die Heckkammern werden mit einer im Ganzen klappbaren Platte abgedeckt.

Die Matratze

Wir sind günstig an eine Schaumstoffmatratze (200 cm x 140 cm) gekommen, die bereits in der Mitte geteilt war. Die zwei Teile mussten nun lediglich der jeweiligen Breite angepasst werden: so haben wir im Fußbereich etwa 104 cm und im Oberkörperbereich ca. 136 cm Breite.

Die Schaumstoffmatratze ist weich genug, dass sie im hinteren Bereich einfach hoch geklappt werden kann, um an den Stauraum zu kommen.

Weitere Teile werden sich beschäftigen mit:

  • Dämmung und Abdunklung der Fenster
  • weiterer Innenausbau
  • Elektronik
  • Erfahrungen aus der Praxis.

 

13.05.2017
Stefan